Zigeunermusik

Der Schnee bleibt liegen und lässt sich gut rollen. Man könnte Schneemänner bauen. Wir haben uns aber kurzfristig für etwas anderes entschieden. In der Volksbühne spielen Gypsy Queens und Kings.

Vor der Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz.

Auf den Treppenstufen bis ganz hoch drängt sich das tanzlustigste Volk, es ist heiss, der Saal bebt vom Rhythmus der Blasinstrumente, von Musik und Gesang, von der puren Lust der Künstler, im Takt mit sich selbst und den anderen und dem Leben überhaupt zu sein. Tatsächlich – sie bringen den Saal zum Kochen, die 20 Roma-Musiker auf der Bühne da vorn, sie schaffen es sogar manchmal, dass sich das „gesetztere“ Publikum von den Sitzen erhebt und mitschwingt.


Ganz kleiner Moment.

Ein Gedanke zu „Zigeunermusik

  1. Wenn ich jetzt gemein wäre, könnte ich den Hinweis auf die 20 Romi-Musiker, als rassistisch auslegen. Was ist, wenn sich in der Gruppe auch ein Sinto, oder gar ein Muselmann befindet?
    Warum nennt man diese Leute nicht einfach Zigeunermusiker?
    Nur weil vor vielen Jahren mal ein primitiver, politisch korrekter Gutmensch der Meinung war, das Wort sei von „ziehenden Gaunern“ abgeleitet worden. Diese Arschgeige oder Arschgeigin auch noch herausposaunte, die Angehörigen dieser Rasse möchten, entweder Romi oder Sinti genannt werden. Was für mich heißt, dass ich jeden, mit einem Aussehen in dieser Richtung, vorher fragen soll, was er denn, bitte schön für einer sei, um ihn nicht zu verletzen…
    Zigan stammt aus dem Slawischen, am nächsten kommt dem Begriff noch die Ver-ballhornung, aus der Gegend wo ich herstamme, dem Mansfelder Land: „Zijeiner“, ein Gauner ist in diesen Slang ein: Jauner.

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