Wohin?

Havanna Altstadt, tropischschwül. Vorm Schokoladenmuseum lange Schlange in praller Sonne, Camara Oscura mit Panoramablick öffnet erst in halber Stunde und zum Rummuseum zieht es uns doch nicht so. Also schattige Bank, beratschlagen. Ich schlendere ein bisschen rum. Da drapiert eine farbenfroh gekleidete Mulattin Tüten voll frischer Schweineschwarten auf dem freigewordenen Ende der Bank und ein dürrer alter Schwarzer mit Roter-Stern-Kappe und Zigarre im Mundwinkel stellt sich neben mich und bedeutet M., ein Foto von uns zu machen. Ach, wollen wir nicht.
Weiter, vorbei an prächtiger Kirche – womöglich handelt es sich hier um das schönste religiöse Bauwerk Lateinamerikas, aber zu träge, das nachzuschlagen – ein kleiner zugehöriger Park steht offen, in dem komme ich mir ein bisschen vor wie in Berlin im Botanischen Museum.

Camara Oscura hat nun geöffnet. In dunklem Raum wird mit Lichtstrahl von oben auf Parabolfläche 360-Grad-Livepanorama erzeugt, erfunden schon von da Vinci. Beeindruckend.
Auf diesem Bild sieht man oben rechts die ewige Flamme der Ölindustrie von Regla und links ein riesiges Kreuzfahrtschiff.

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