Weisses Gold und Glaubenskrieg

Bad Frankenhausen, Panoramamuseum. In der Kuppel geht stündlich ganz langsam das Licht aus, dimmt dann wieder hoch. Das Gemälderund von Tübke zeigt deutsche Geschichte. Der örtliche Kunstpädagoge spult ein paar Erklärungen ab: Zitate zu alten Meistern, Anspielungen auf politische Verhältnisse, alle vier Jahreszeiten. Aus der überreichen Fülle Einzelheiten erfassen, Monster wie bei Bosch, ein Kaufmannspaar über Büchern, kriegerische Heere, Ritter und Bauernschlachten. Und da ist Dürer, wenigstens einer, den ich benennen kann. Die Zeit ist zu kurz.


Detail mit Dürer, sicher sind die anderen in der Runde auch historische Persönlichkeiten.

Bad Frankenhausen hat Solquellen. Durch Erdbewegung kamen Salzschichten uralter Meere nach oben, schon im Mittelalter wurde hier das „weisse Gold“ abgebaut.


Spuren jüngerer Vergangenheit.


Mehr Spuren jüngerer Vergangenheit.

Am nächsten Tag, kalt und regnerisch, wird die Wartburg besucht. Luther und Glaubenskrieg. Ein Riesenposter listet deftige Schimpfworte für seine Feinde auf. Vom Inventar des Studierzimmerchens ist nur noch ein Walfischwirbel original erhalten. Heilige Elisabeth. Neoromanik des 19. Jahrhunderts.


Prächtige Hallen, in dieser ist die Lebensgeschichte der Heiligen Elisabeth bebildert. Statt dem Vortrag zuzuhören mache ich Fotos.

Zum Abschluss Gottesdienst mit ungarischem Pfarrer und Arien mit Querflötenbegleitung. Statt hinzuhören denke ich an meine Eltern.

Abends draussen am Feuer dann etwas zu viel Bier.

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