Von Boa Morte nach Eira do Mourão

In Boa Morte erstmal Erkundung des Ortes. Hinter der kleinen Kirche terrassierte Gärten hoch überm Meer, ein paar Häuser dazwischen. Eins davon steht leer, von Brombeergestrüpp umwucherte Stufen führen zur offenen Tür.


Hinter der Türschwelle angebrannte Dielen, durch die man eine Etage tiefer blicken kann. Zwei gerahmte Heiligenbilder an der Wand, in der Ecke eine Matratze.

Das Dach ist nicht alt und noch voll gedeckt, eine Stromleitung führt zum Haus, Glühbirnen und Steckdosen vorhanden, die Böden fast besenrein.


Ums Haus herum eine weitere offene Tür. Ein Schrank, ein hochgestelltes Bettgestell, ein alter Schreibtisch mit offenen Schubladen. Religiöse Schriften und eine Zeitung aus Venezuela von 1976. Lebte hier ein aus Südamerika heimgekehrter Madeirenser?

Eine Menge offener Fragen. Wir verlassen den Ort. Vorm nächsten Haus hat uns ein Mann vermutlich schon länger beobachtet. Schade, dass wir nicht mit ihm reden können. Als wir weitergehen, wendet er sich wieder seiner Arbeit zu.


Beim Autotunnel steigen wir ein paar Stufen zur Levada do Norte hinab. Der erste Teil der Strecke ist von verbrannten Nadelbäumen gekennzeichnet, grosse Zapfen liegen in Bergen dazwischen. Hier Blick auf Ribeira Brava.


Bequemer Weg mit grandiosen Ausblicken. Schliesslich eine Art Klärwerk – unten läuft das Wasser grob gefiltert weiter.


Hinter der nächsten Kurve führt eine steinerne Brücke über eine ziemlich tiefe und sehr enge Schlucht. Kann hier nur unvollkommen wiedergegeben werden.


Auf dieser Seite der Schlucht, die man unten links erahnt, liegt Ribeira Funda.


Mehrere verlassene Häuser und nicht mehr bearbeitete Terrassenhänge. Im Gebäude mit den blauen Türen scheint die Sonne durchs nicht mehr vorhandene Dach.


Ein bewirtschaftetes Gut.


Aus den Felsen sprudelt es direkt in die Levada. Zimmerkalla (Zantedeschia aethiopica), die rund um die Felder wächst, breitet sich aus.


Asphaltklee (Bituminaria bituminosa), der aus schwärzlichen Drüsen Asphaltgeruch ausscheidet, wird als Schutz vor Fressfeinden um Feldterrassen angepflanzt.


Rote Spornblume (Centrathus ruber).


Und Kohl an Sauerklee an Levada.


Schliesslich stossen wir auf eine Strasse, die hinab zum Dorf Eira do Mourão führt. Und da ist sie dann zu Ende, die Welt… nein die Strasse, ein Café gibt es nicht, langsam steigen wir den steilen Fahrweg wieder hoch zur Levada und treten den Rückweg an.

Ein schöner gut gehbarer Weg mit abwechslungsreicher Vielfalt und grandiosen Ausblicken. Morgen vielleicht die Fortsetzung ab Eira do Mourão.

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