Moneda

Die junge Frau am peruanischen Stand kichert nervös, als ich versuche, mit moneda nacional zu bezahlen. Das funktioniert nur an den kubanischen Ständen.
Wir befinden uns auf der jährlich stattfindenden internationalen Buchmesse in der Festung San Carlos de la Cabaña. Ein kubanisches Highlight. Vor allem lateinamerikanische und asiatische Länder sind vertreten, aus Europa ist nur Spanien dabei. Es herrscht starker Zulauf. Wir geraten zunächst in das Riesenangebot für Kinder und Jugend: knallbunte Comics, Hefte, Accessoires aller Art, ein knallbunter Raum reiht sich an den nächsten. Aber auch wunderschöne Bilderbücher aus afrikanischen Ländern und aus Russland.
Die kubanischen Stände bieten neben Büchern über ihre Nationalhelden auch welche über die Themen Homosexualität, Transsexualität und medizinische Forschungen. Die Landwirtschaft hat einen extra Stand, dort kaufe ich ein Heft für moneda nacional – 8 CUP, das sind ca. 30 Cent.

Von der Festung aus auf die Altstadt geschaut.

In diesem Laden bekommt man gerade frisch gebackenes Brot für Nationalgeld. Es duftet gut und draussen kann man anschliessend noch Platz nehmen für ein kleines Schwätzchen oder einfach so. Gleich um die Ecke befindet sich ein für hiesige Verhältnisse seltener riesiger Supermarkt nach westlichen Standards. Und zwar ohne Möglichkeit zu verschnaufen, sich kurz zu setzen. Eigentlich wäre es gerade dort nötig.