Pfefferminze frisch aus Marrokko

Der Markt in Mulhouse ist bunt, lang, arabisch gefärbt und zweigeteilt, auf der einen Seite Lebensmittel, auf der anderen alles andere.

Für die arabische Frau.

Ich liebäugle mit einer Tasche, die ein wenig eingerissen ist. Weil ich nicht französisch kann und der schwarze Verkäufer nicht englisch und er ausserdem so tut, als könne er keine Finger zählen, fällt das Feilschen schwer, nur 2,50 kann ich runterhandeln, ziehe etwas unbefriedigt mit meinem Fang ab und frage mich, ob sich das gelohnt hat.

In der Markthalle beim arabischen Fleischstand liegen Lammaugen, Pansen, Füsse aus. Der Verkäufer bedeutet mir, nicht zu fotografieren. Ich schaue ihn fragend an, warum nicht, er sagt mit dem Finger nein nein, ich hebe fragend die Schultern, er wieder nein nein mit dem Finger. Göttchen, ich will ja nicht ihn beim Schächten ablichten, sondern nur seine ausgestellte Ware.

Und hier ist sie.

3 Gedanken zu „Pfefferminze frisch aus Marrokko

  1. … zwei sehr schöne Bilder mit auch ungewöhnlichen Motiven. Aber was ist das da unten alles? Wenn Verkäufer meinen, dass TouristInnen Sachen photographieren wollen, weil sie sie eklig oder bizarr finden, wird’s immer und überall etwas schwierig.

  2. REPLY:
    …oben links die kugeligen Organe, unbekannte Füsse oben rechts (abgeschnitten), Hälse unten links (nicht sicher), unten rechts vielleicht Lammherzen.
    Ja, bei vielen interessanten Motiven traue ich mich von vornherein nicht abzudrücken, dazu bräuchte man dann auch noch die Gabe, auf Fremde mit Mut und so einer besonderen Ausstrahlung zugehen zu können, dass sie einverstanden sind. Ich glaube, in manchen Fotojournalisten steckt das drin.

  3. … wenn man mit Bildern sein Geld verdienen muss, ist das Zugehen auf die Leute wohl unabdingbar.

    Puh, das sind Lammaugen? Ich nehme an, da hast du gefragt?

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