Mütterchen

Gebeugte runzlige hagere Gestalten, fast zahnlos aber lebendigen Blicks, die uns Touristen ein Büschel Maiglöckchen entgegenstrecken, stehen an jeder Ecke in der Innenstadt von Lviv. Heute am Samstag kommen noch unzählige Mütterchen vom Land dazu, auf den Strassen beim Markt in der Nähe des Bahnhofs lassen sie sich dicht an dicht nieder, breiten die Schätze ihres Gartens vor sich aus, Radieschen, Akeleien, duftende Nadelzweige, eingelegte Gurken.


Mütterchen.

Die ganze Stadt scheint heute ein einziger Marktplatz zu sein. Wir geraten wieder in Gemüse- und Fleischhallen, auch hier Schweineköpfe als Thekendeko, beim Gemüse sticht das Rot der Radieschen besonders hervor.


Eine Zigeunerin erhält Fleischreste.

Irgendwo leuchtet die aktuelle Temperatur auf, 29 Grad, es ist heiss und schwül. Mit der Strassenbahn vom Bahnhof zurück in die Stadt, nur Frauen habe ich diese Gefährte hier steuern sehen. Endlich ein kleines Gewitter, sehr angenehm. Allerdings finden das mehrere Brautpaare, die sich auf dem Rynek fotografieren lassen wollen, nicht so sehr.


Scharen eifriger Pfadfinder, die offensichtlich irgendwelche Aufgaben erledigen müssen, kreuzen öfters unseren Weg.

Abends übrigens scheint sich zur Zeit die ganze Stadt mit Kind und Kegel draussen aufzuhalten.

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