Lissabon Tag 2

In der Sonne vor winzigem Lokal Käsesandwich frühstücken. M. bestellt erfolgreich noch ein Spiegelei. Dann paar Äpfel besorgen und auf zum Expogelände.


Ausstieg beim Bahnhof Oriente. Der ist schon für sich längeren Aufenthalt wert.


Kachelgemäldedetail.


Mehr Kachelgemäldedetail.


Bahnhof Oriente – Knotenpunkt von U-Bahn und Regionalzugverkehr, ausserdem beginnt hier das Expogelände, weshalb der Bahnhof betonös neu gestaltet wurde.


Auch die Plattformen sind besonders bedacht.


Auf dem Expogelände ist es bei schönem Wetter sicher gut auszuhalten, allein den angelegten grossen Garten würde ich gern durchschlendern, aber jetzt nieselt es eklig. Schnell noch dieses auffällige Kachelmosaik ablichten, dann mit irgendeinem Bus durch die Stadt.


Ausstieg bei Ruine einer Bierbrauerei.

Es beginnt richtig doll zu regnen. Alle Portugiesen sehen plötzlich mürrisch aus und alle Museen haben zu wegen Montag. Aber Raja hatte uns auch vom historischen Unterbau der Stadt erzählt und dass es ein kleines Guckloch dort hinunter gibt.


Erst ist die Dame am Empfang ungehalten, denn die Führungen beginnen immer zur vollen Stunde, und wir sind 20 Minuten zu spät. Doch dann beginnt sie zu erzählen und zeigt uns die Reste einer römischen Fischfabrik, die unterm Haus entdeckt wurde. Bei dem Mosaik hier wird angenommen, dass es zum Badbereich des Fischfabrikanten gehörte.

Ich lerne, dass Lissabon bis zum römischen Untergang eine Art Industriezentrum für Garum – damals allgegenwärtige Fischsosse zum Würzen – war. Wenn ich richtig verstanden habe (englischer Vortrag), dauerte die Herstellung ca. sechs Wochen, und das roch sicher ziemlich übel. Hier jedenfalls wurden Unmengen Garum hergestellt und ins ganze römische Reich verschickt.


In einem der vielen Fischsossenschächte wurde eine zeremonielle Bestattung entdeckt, die fand so um 700 n. Chr. statt, also nach dem Ende des römischen Imperiums. Man nimmt an, dass es sich um einen der damals eindringenden Nordeuropäer handelt.

Sehr spannender Vortrag. Als wir aus dem geschichtlichen Boden wieder aufsteigen, hat der Regen aufgehört.


Graffiti auf dem Weg zum Quartier.


Mehr Graffiti.

4 Gedanken zu „Lissabon Tag 2

  1. REPLY:
    Ahhh! Dann muss ich wohl auch noch mal hin, ist bei mir ja schon 35 Jahr her. Ich kann mich an keine Haus-Graffiti erinnern.

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