Jüdischer Friedhof Czernowitz


Die Steine der wilden Gräber neigen sich dem Besucher schon durch die metallene Umzäunung entgegen, über 50.000 gibt es hier.


Andachtskapelle mit Brandschäden, kaputten Fenstern, zugemauerten Türen.


Eine aufgebrochene Stelle im Mauerwerk.


Nur die Hauptwege werden von Unkraut freigehalten.


Von Brennesseln überwuchert.


Holunder breitet sich aus.


Bis zum Horizont reichen die Steine.

Die Faszination des riesigen wilden Friedhofs, Überbleibsel einer vergangenen Welt mit sehr vielen deutschen Namen ist gross. Obwohl ich an diesem heissen Tag schon völlig lahm gelaufen und hungrig und durstig bin, gehe ich immer noch einen Weg weiter, hier noch den Hügel hoch, dort ins Gebüsch – bis plötzlich Miliz auftaucht, zwei Männer, die mir wichtig bedeuten, Fotografieren sei hier verboten. Brav stecke ich den Apparat in die Tasche, genug Fotos sind im Kasten, und fast bin ich diesen Relikten einer in diesem Fall hoffentlich ebenfalls bald untergegangenen Welt dankbar, dass sie mich in die Gegenwart zurück geholt haben.

Ein Gedanke zu „Jüdischer Friedhof Czernowitz

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