Gelandet


Lemberg am Flughafen. Was ich nicht merke – ein Mann starrt mich unverwandt an. Bis M. raunt: militärische Anlage, lieber keine Fotos.

Ukraine. Mein Grossvater wuchs hier auf, damals war es Österreich-Ungarn, ein multikulturelles Gemisch aus Ukrainern, Russen, Polen, Juden und einigen Deutschen, zu denen gehörte er, aber die anderen Sprachen beherrschte er genauso.
Lviv heute. Hochsommerlich warm, besonders im ruckligen überfüllten Bus vom Flughafen in die Stadt. Hotel Dnister, Klamotten wechseln und ab in die Stadt, durch den Park voller Studenten, Mütter mit Kindern, alten Leuten, an der Uni vorbei zum Rynek (Marktplatz).


Hier wird Schach gespielt

Wir treffen den Reisebüromenschen, den M. bei seiner letzten Reise schon ausfindig gemacht hatte; er spricht sehr gut deutsch und auch gern, hatte Germanistik studiert, seine Vorfahren waren Priester und Komponisten, über die Geschichte der Ukraine erzählt er auch ein bisschen. 1990 wurde der Staat endlich wieder unabhängig.
Weiter geht es, durch die alte Stadt hin und her, an den Stadtmauern entlang, offenes Wlan findet man häufig. Wir hängen in Cafés herum und surfen, nicht nur die Akkus der Smartphones laufen allmählich ab, auch unsere eigenen.


Buntes Treiben in der Nähe der Oper


Repertoire. Wir könnten uns Aida angucken


Ausserhalb der Stadtmauern, ein Wiener Gullideckel nahebei zeigt die Epoche an.


Hinterhof mit wirklich wunderschön angelegtem Garten, Gesang eines probenden Opernsängers im Hintergrund.

Hier gibt es sehr viel zu entdecken. Aber erst morgen wieder.

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