Finster, nass und kalt

Bei zwei Stunden Stromausfall, im Gewitter allein, wenn nichts mehr geht, nicht das Telefon, kein heisses Wasser für Tee, wenn man ruhelos mit der Kerze herumwandelt und überlegt, ob man jetzt etwa in einem Buch lesen möchte, weil es für alles andere einfach zu dunkel ist, wenn man dann das Handy rausholt, weil man sich der Aussenwelt mitteilen möchte und gemeldet kriegt, dass die Sim-Karte nicht aktiviert ist – dann, ja dann kann einem schon mal finster, nass und kalt zumute werden. Und später, wenn das Licht wieder freundlich scheint, der Kühlschrank summt, der Tee bereitet ist, dann kann einem einen kurzen Moment lang alles besonders wohlig angenehm erscheinen.
Und noch ein wenig später hat man das alles schon vergessen. Nur die blöde Sim-Karte muss ich irgendwie wieder aktiviert kriegen.


Eine Akelei kurz vorm Gewitter.

Ein Gedanke zu „Finster, nass und kalt

  1. Also, mir gefallen Gewitter ja gut, aber Stromausfall und keinen Tee machen können, ist natürlich schon ärgerlich. Stimmungsvolles Bild übrigens.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.