Fachwerksaalkirchenruine

Hinter Schwedt über die Brücke nach Krajnik Dolny (Niederkränig). Da soll eine Kirchenruine stehen, und zwar am Ende des Dorfes in Richtung Chojna links eine kleine Sandstrasse rein. Die ist schnell gefunden mitsamt einer dreisprachigen Infotafel: „Ruine einer Fachwerksaalkirche aus der Zeit der Wende vom 18. zum 19. Jhd. mit dem Kirchturm auf der Westseite. Die leerstehende Kirche wurde nach dem Krieg verwüstet.“

Bisher ist die Kirche noch nicht zu sehen, sie muss hinterm Efeu sein. Wir schlagen uns durch einen kaum erkennbaren gestrüppigen Pfad zwischen hohen Bäumen, stolpern über behauene Steine unterm Efeu. Da vorn wird es lichter.

Kulissenhafte Frontseite der Ruine.

Sehr viel übrig ist nicht mehr. Warum wurde die Kirche nach dem Krieg verwüstet, statt katholisch umgeweiht zu werden?

Mauerrest mit Blümchen.

Im Kircheninnern Schneck an Pusteblume an Distel.

Auf der anderen Seite des Sandwegs eine weitere Baum- und Gesträuchinsel. Alte Backsteine dazwischen. Und dieses übriggebliebene Kellergewölbe – ich nehme mal an, dass es eins ist.

Ein dicker Hund bewegt sich auf mich zu, mühsam aber knurrend, ich bin seinem Gehöft zu nahe gekommen. Im wohlhabend wirkenden Haus neben der Ruine kläfft ein weiterer Köter schon die ganze Zeit.

Und das wird wohl heissen: Ich wache immer.

Ein Gedanke zu „Fachwerksaalkirchenruine

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