Goldmohn, Schwalben und Libellen

Hört sich so vollmundig an, der Titel. Habe aber auch die Blattläuse weggelassen, die den Rhythmus zunichte machen würden. Alliteration – was für Ballast aus Schulzeiten man mit sich rumschleppt.

Hier sind sie also, die kleinen Schwalben. Im Geräteschuppen flattert dauernd was rein und raus durchs kaputte Fenster, aber bisher konnte ich das bewohnte Nest nicht ausmachen.

Libelle an Tomatenstange.

Tomatige Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die an Wänden geschützten entwickeln sich prächtig, während die Wind und Wetter ausgesetzten zögernder wachsen. War viel Wind die letzten Tage.

Interessante Farbkombi, Edelrose an kalifornischem Goldmohn. Der blüht besonders gut, wenn man überhaupt nicht giesst.

Zustandsbericht

Gnadenlos blauer Himmel, noch sieht alles prächtig aus, viel Giessen ist angesagt. Die Kirschenernte allerdings wird mickrig, vermutlich wegen Trockenheit sind die meisten Früchte vorzeitig abgefallen, Spillinge gibt es gar nicht, weil zu kalt während der Blüte.

Nach drei Tagen Stadt abends zurückkommen und erstmal in allen Ecken gucken. Ah, die Lilien und Lupinen! Türkischen Mohn wie jedes Jahr sehr oft geknippst und dann wie jedes Jahr nur ein Foto behalten.

Brennesseljauche im Zustand wilder Gärung, noch heuartig angenehmer Geruch.

Letztes Jahr gesäter Muskatellersalbei vielversprechend.

Schnell Foto, schon ist sie weg…

… und wartet auf mein Verschwinden.

Tomaten raus

Warm und bedeckt, fantastisches Wetter zum Pflanzen und Säen.

Tomatenplantagenausschnitt, 78 Pflanzen insgesamt, dabei wollte ich mich doch bremsen. Aber wenn man auch noch bei einem Tomatensamentauschbrief mitmacht, will man das wohl nicht wirklich.

Sempervivum auf Stein, vielleicht hat das durch die Ameisennester so gut geklappt.

Rosa Puschel von der lange verstorbenen alten Frau kommt immer wieder.

Erde schaufeln

Dreissig Kübeltomaten brauchen sehr viel Erde. Deshalb hinter der Scheune ungezählte Schubkarren voll Tomatenerde vom letzten Jahr durchgesiebt, nach vorn gerollt, mit üblichen Ingredienzien vermischt und die Kübel schon mal aufgestellt. Merke: Schubkarre nicht so voll machen, sonst könnte das aufs Knochengestell, besonders den Rücken, gehen. Man will ja noch länger fit sein.

Gartenperspektive von hinter der Scheune, vorne Spatenstiel.

Staubtrocken

Die Wüste naht. Obendrein schlimme Brände bei Tschernobyl und Sorge vorm Supervirus. Menschlicher Weltuntergang sozusagen. Aber egal, der Frühling ist einfach wieder wunderbar. Ich pflanze mein Apfelbäumchen frei nach Luther. Obwohl der wirklich sehr böse über Frauen geredet hat, das habe ich neulich deutlich gelernt.

Hopfen im Abendlicht.

Frühlingstrieb im Spillingebaum. Der hat dieses Jahr gar keine Früchte, könnte ein weiteres böses Omen sein.

Essbares Kraut, wie hiess es nur?

Hmmmm, Rhabarber.