Sie sind wieder da

Noch haben alle Eidechsen ihren Schwanz, vielleicht ist Nachbars fette Katze nicht schnell genug. Eine kleine beim Treppchen und zwei in der Trockenmauer.

Zauneidechse

Prachtporträt von Mitte April, da war sie wohl gerade erwacht und man konnte ganz dicht rangehen.

Zauneidechse

Jetzt ist sie schon etwas runder, vielleicht gibt es bald Nachwuchs.

Zauneidechse

Da schimmert es so farbig.

Zauneidechse

Sieh da, ein prächtiges Männchen.

Şanlıurfa

11.3. Die junge Kurdin von der Hotelrezeption trägt meinen Koffer so geschwind die steilen Treppen hoch, als wäre es ein Abendtäschchen. Wir wohnen in einem Hotel, das einst Anbau einer alten armenischen Kirche war. Unser Raum hat eine niedrige Gewölbedecke aus grob behauenen Steinen, es schläft sich gut darin. Allerdings nur mit Klimaanlage auf 26 Grad, Schnee und Regen wechseln sich ab. So hatte man sich das nicht vorgestellt und muss sich nach den milden Tagen in Antakya erst dran gewöhnen, wieder Berliner Winterkleidung zu tragen.

Hotelbereich

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Street Art Museum in der Bülowstrasse

Bülowstrasse, schon der Blick aus der U-Bahn streift mehrere Murals. Hier heute mal aussteigen.

Bekannte Eyecatcher.

Ich treffe mich mit dem Sohn zum Gleisdreieckspaziergang. Wir haben Zeit, lassen uns treiben und wollen erstmal die Wandbilder näher betrachten. Ganze Teile der Bülowstrasse sind voll davon, auch jede Menge kleinere Urban Art dabei. Bis zum Nollendorfplatz kommen wir und finden zufällig das Museum for Urban Contemporary Art.

Es hat auf!

Zur Zeit gibt es dort eine Ausstellung über Martha Cooper. Eine US-amerikanische Fotojournalistin, die u.a. Anfang der 1980er Jahre die aufkommende Strassenkunst Graffiti dokumentierte. Ihr Buch „Subway Art“ wollte damals kein amerikanischer Verlag herausbringen: es würde Sprühdosenschmiererei und Vandalismus unterstützen. Heute kann man den Bildband online betrachten, er ist weltweit zur Inspirationsquelle für Graffitikünstler geworden. Das wird in der Ausstellung gezeigt.

Zum Beispiel anhand des Fotos mit dem kleinen Jungen, der mitten auf der Strasse das Wort OWL mit Kreide malt, 1982 in Manhattan.

Das Foto liess der Strassenkünstler Seth von einem 8jährigen Kind nachzeichnen…

… und schuf ein von Fotografin, Kind und Künstler gemischtes Werk.

Diese Treppe geht man sehr langsam runter, weil es viele Fotos von Martha Cooper zu betrachten gibt.

Die Toilettentüren übrigens sind hier in der Wand versteckt.

Später stossen wir noch auf dieses Mural von Phlegm (Ecke Alvenslebener/Kirchbachstrasse).

Bad in Trümmern

Hier soll ein neues Bad entstehen. Inzwischen flüchtet man lieber.

Kleine Erinnerung an den einst liebevoll reparierten Klorollenhalter. Wie viele Jahrzehnte er doch zuverlässig seine Dienste geleistet hat. Überhaupt war das ganze Bad eine sehr ordentliche Arbeit aus den schätzungsweise 1970ern. Man hätte die museumsreife Nasszelle vielleicht lieber behalten sollen. Tja, nu is es zu spät.